Search result

Deutschland Willi Brundert 1912-70  (Art.-No.: 21361 ) 
CHF 100.00
signierte Karte, 9.5x16 cm, Dankeskarte zur Wahl zum Oberbürgermeister, August 1964 
 
Product description:
Deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Politiker (SPD). Willi Brundert trat 1930 in die SPD ein, von 1931 bis 1933 war er Vorsitzender der Sozialistischen Studentenschaft an der Universität Halle. Im Widerstand arbeitete er im Kreisauer Kreis unter anderem mit Adolf Reichwein und Carlo Mierendorff zusammen. Bis zu seiner Einberufung zur Kriegsmarine im September 1941 arbeitete er als Steuersachbearbeiter. Nach dem Zweiten Weltkrieg half er zunächst in der Sowjetischen Besatzungszone beim Aufbau der DDR und wurde Professor an der Universität Halle. Seine Karriere endete 1949 vorerst, als er als angeblich britischer Agent „enttarnt“ und in dem Dessauer Schauprozess gemeinsam mit Leo Herwegen zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Seine Strafe musste er nicht komplett verbüßen: Nach acht Jahren wurde er, gesundheitlich geschwächt, vorzeitig entlassen. Er flüchtete in die Bundesrepublik Deutschland und betätigte sich dort als Jurist. Dank seines rhetorischen Talents schaffte er bald auch einen politischen Aufstieg in der hessischen SPD. Von 1962 bis 1964 amtierte er als Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei in der von Ministerpräsident Georg August Zinn geführten Regierung des Landes Hessen. 1964 wurde er Oberbürgermeister in Frankfurt am Main. Als Oberbürgermeister musste er zu jener Zeit aber vor allem unpopuläre Entscheidungen treffen. Einen Glanzpunkt stellte die Eröffnung der Frankfurter U-Bahn dar. 1970 musste er ins Krankenhaus eingeliefert werden, da sich die Spätfolgen der Misshandlungen in Gefangenschaft zeigten. Am 7. Mai verstarb Brundert im Alter von 57 Jahren nach einer Lungenentzündung. 
(click on the picture to get back)
Deutschland Willi Brundert 1912-70